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Freitag, 23. März 2007
Wiegenlied
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 07:44

 

Hier unterm Turme
hier wehet kein Wind,
hier betet die Mutter
und wieget ihr Kind,
und hat von der Wiege
zur Krippe ein Band
von Glaube und Hoffnung
und Liebe gespannt.
*
Welt über die Meere
die Sehnsucht sie spinnt,
dort sitzet Maria
und wieget ihr Kind,
die Engel, die Hirten,
drei König und Stern
und Oechslein und Eslein
erkennen den Herrn.
*
Wohl über dem Monde
und Wolken und Wind
mit Zepter und Krone
steht Jungfrau und Kind.
Hier unten ward`s Kindlein
am Kreuz ausgespannt,
dort oben wiegt`s Himmel
und Erd auf der Hand.
*
Komm mit, laß uns fliegen
zu Maria geschwind,
kommt mit! und lern biegen
dein Knie vor dem Kind,
komm mit! Schnür dein Bündlein,
schon führet die Hand
Maria dem Kindlein,
es segnet das Land.
Clemens von Brentano (1778-1842)

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Sonntag, 18. März 2007
Der Frühling
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:30

 

Der Frühling

O wie wonnig, wenn so sonnig ist der Frühling
und auch alles wieder blüht.
Darum musst ich heute lustig geh'n spazieren
wohin es mich mächtig zieht.
Tiritomba, tiritomba, tiritomba klingt das Lied.
Tiritomba, tiritomba, tiritomba
klingt das Lied.

O wie singen und wie springen in den
Büschen auch die muntern Vögelein,
und wie nicken und wie blicken
in den Frühling sie so froh und hell hinein.
Tiritomba . . .

Darum teile ohne Weile deine Freude
mit der schönen Gotteswelt,
darum klinge, fröhlich schwinge sich
dein Singen über Hügel, Wald und Feld.
Tiritomba . . .


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Altes Kinderlied
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 16:22

 

 
So treiben wir den Winter aus
durch unsere Stadt zum Tor hinaus
mit sein Betrug und Listen,
den rechten Antichristen.
Sie stürzen ihn von Berg zu Tal,
damit er scih zu Tode fall
und uns nicht mehr betrüge
durch falsche Lehr und Lüge.
Nun haben den Winter wir ausgetrieben,
so bringen wir den Frühling wieder
den Sommer und den Maien,
die Blümlein mancherleien.
altes Kinderlied 

 

 
Der Winter ist vergangen, ich seh den Maienschein.
Ich sehe die Blümlein prangen, des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale, da ist gar lustig sein,
da singt Frau Nachtigalle und manch`Waldvögelein.
 
Ich gehe einen Mai zu hauen, hin durch das grüne Gras.
Schenk meinem Buhl die Treue, die mir, die Liebste was
und bitte, daß sie mag kommen all an dem Fenster stahn.
Empfangen den Mai mit Blumen, er ist gar wohlgetan.
Ein altes Kinderlied aus Weimarer Handschrift.

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