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Mittwoch, 27. September 2006
Großer böser Wolf
Sie malt gerne Bilder von sich selbst und riesengroßen Männern in einer Zwergenwelt. Sie weiß Geschichten, die sie nie erzählt, die meisten davon hat sie selber erlebt. Wie die vom bösen Wolf, der hin und wieder kommt, jedes Mal danach von ihr verlangt, daß sie niemanden, niemals nur ein Sterbeswörtchen sagt, weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft. Wenn ihre Mami sie in den Arm nimmt, würde sie am liebsten weinen und alles gestehen. Doch sie hat Angst und sie schämt sich, sie weiß keinen Rat und versucht wegzusehen. Wenn der böse Wolf hin und wieder kommt. Sie ist scheu wie ein Reh, man nimmt sie kaum wahr, denn sie redet nicht viel. Sie bleibt am liebsten für sich allein, betet zu Gott und wünscht sich dabei, daß der böse Wolf niemals wieder kommt und mit festem Griff um ihren Hals verlangt, daß sie keinem ein Sterbeswörtchen sagt, weil er sie dafür sonst fürchterlich bestraft.
Songtext von den Toten Hosen Ich bitte euch, helft mit, die Gewalt zu stoppen! Hinschauen und nicht wegschauen! Stoppt körperliche Gewalt, seelische Gewalt und sexuellen Missbrauch an unseren Kindern. Diejenigen, die das unseren Kindern antun, das sind Mörder, an den Seelen unseren Kinder. Helft ihnen, schaut nicht weg, vielleicht ist es nächsten mal euer Kind das Hilfe braucht. Sie sind das schwächse Glied in unserer Gesellschaft, und brauchen unser aller Schutz, gegen die vielen großen bösen Wölfe da draussen! Ein richtiger Wölf würden dies nie tun, er würde es beschützen, denn der Wolf ist keine Bestie! Im Gegensatz zu Menschen die das unseren Kindern antun. eure mary rosina
Nur zu Besuch
Nur zu Besuch Immer wenn ich dich besuch, fühle ich mich grenzenlos. Alles andere ist von hier aus so weit weg. Ich mag die Ruhe hier, zwischen all den Bäumen - als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt. Es ist ein schöner Weg der unauffällig zu dir führt. Ja, ich hab ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt. Ich habe Blumen mit - weiß nicht ob du sie magst. Damals hättest du dich wahrscheinlich gefreut. Wenn sie dir nicht gefallen, störe dich nicht weiter daran. Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt. Wie es mir geht, die Frage stellst du jedesmal. Ich bin O.K. will nicht, dass du dir Sorgen machst. Und so red`ich mit dir wie immer,s o als ob es wie früher wär, so als hätten wir jede Menge Zeit. Ich spür dich ganz nah bei mir, kann deine Stimme im Wind hören, und wenn es regnet, weiß ich, dass du manchmal weinst - bis die Sonne wieder scheint. Ich soll dich grüsse von den andern - sie denken alle noch oft an dich. dein Garten, es geht ihm gut,obwohl man merkt, dass du ihm doch sehr fehlst. es kommt immer noch Post, ganz fett addressiert an dich, obwohl jeder weiß, dass du weggezogen bist. Und so red`ich mit dir wie immer und ich versprech dir, wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit. Dass die Sonne scheint - dass sie wieder scheint!
Verfasser Tote Hosen
Donnerstag, 21. September 2006
Musik ist...
Musik ist... seinen Blick zu öffnen und sich in sich selbst zu verlieren, Das Licht, das wiedergeboren wird und die Reflexe sammelt, hoch oben auf azurfabenen Ebenen, höher und höher fliegen meine Gedanken und ich werde mir bewußt, daß alles um mich herum, Musik ist. * Ich höre sie wieder, die Stimmen auf den Straßen, von wo ich herstamme. Meine Mutter - wie viele Male hat sie mich gerufen? Aber stärker noch war der Ruf der Freiheit. Unter der Sonne, die die Höhen erstrahlen läßt, die staubigen Wege der Kinder, die mit spielen nicht aufhören wollen. Ich höre, daß wieder im Dialekt gesungen wird, höre das Klopfen des Regens auf dem Dach. Alles ist für mich Musik, diese süßen Harfenklänge, sind Musik zum erinnern. * Sie ist in mir, ist ein Teil von mir und begleitet mich. Musik ist der Freund, der mit mir spricht, wenn du dich alleine fühlst. Du weißt, daß sie dir eine Hilfe sein kann. Es ist wichtig, Musik zu bewaren, um sich mit dir in sie zu flüchten. * Musik, hör zu, wir sind schon viele und ein Chor in einer allen verständlicher Sprache erhebt sich, der sagt, daß im Himmel schon große, schwarze Löcher sind und du hörst schon die Anklage der Sterne. Vielleicht werden die Menschen lernen umzudenken, jene die zuhören, aber doch nicht hören, bevor dich die Ruhe, über die Dinge legt, jene große Ruhe, nachdem die Luft explodiert ist. Eine Welt ohne Musik, kann man sich nicht vorstellen, denn in jedem Herzen, auch im kleinsten, ist ein klopfen des Lebens und der Liebe, das wie Musik ist.
Ein wunderschöner Song von Eros Ramazzotti
Montag, 11. September 2006
Juliane Waldeck
Kleine Schwester Fatima, kleiner Bruder Mohammed, was ist auf der Welt gescheh`n wer hat die Wahrheit so verdreht? Die Wahrheit, daß wir uns lieben, Bruderhaß, Krieg, Terror, Angst und Graus sind nicht unser Auftrag, unser Ziel, unser Zuhaus. * Quellen geboren vom ewigen Berg, wurden ein Fluß. Hindernisse haben den Lauf geteilt, das Wasser, ist zu allen Seiten fortgeeilt. * Wer den ewigen Vater ehrt, müht sich um Frieden, gießt kein Gift der Wewalt in den sauberen Strom. Er betet in Tempeln, in Hütten, in Moscheen und im großen Dom. * Kleine Schwester Fatima, kleiner Bruder Mohammed, was ist auf der Welt gescheh`n, wer hat die Wahheit so verdreht? Bruderhaß, Krieg, Terror, Angst und Graus, sind nicht unser Auftrag, unser Ziel, unser Zuhaus. * Wenn die Quellen im Delta des Friedens sich wiederfunden und ziehn ins Meer der Ewigkeit, haben wir den Sturm vergessen , der jetzt tobt, der Völker entwurzelt und Herzen zerteilt` * Kleine Schwester Fatima, kleiner Bruder Mohammed, was ist auf der Welt gescheh`n, wer hat die Welt so verdreht? Die Wahrheit, daß wir uns lieben. Bruderhaß, Krieg, Terror, Angst und Graus sind nicht unser Auftrag FRIEDEN bleibt unser aller Zuhaus. @ Juliane Waldeck 2000
Donnerstag, 07. September 2006
Wiegenlied
Vor der Türe schläft der Baum, verfasser unbekannt
Abendlied
![]() Das Tagwerk ist abgetan, Gib Vater, deinen Segen! Nun dürfen wir der Ruhe nahn, Wir taten nach Vermögen. Die holde Nacht umhüllt die Welt Und Stille herrscht in Dorf und Feld. * Wenn du getreu vollendest hast, Wozu dich Gott bestellte, Behaglich fühlst du dann die Rast, Vom Tun in Hitz und Kälte. Am Himmel glänzt der Abendstern, Und zeigt noch beß`re Rast von Fern. T. Jakob Ludwig M. Felix Mendelsohn-Batholdy ![]()
Montag, 04. September 2006
Ade zur guten Nacht
Ade zur guten Nacht, jetzt wird der Schluß gemacht, daß ich muß scheiden. Im Sommer da wächst der Klee, im Winter schneits der Schnee, da komm ich wieder. * Es trauern Berg und Tal, wo ich vieltausendmal bin drüber `gangen. Das hat deine Schönheit gemacht, hat mich zum Lieben gebracht mit großem Verlangen. * Das Brünnlein rinnt und rauscht wohl unterm Holderstrauch, wo wir gesessen. Wie manchen Glockenschlag das Herz bei Herzen lag, das hast vergessen. * Die Mädchen in der Welt sind falscher als das Geld mit ihrem Lieben. Ade zur guten Nacht, jetzt wird der Schluß gemacht, daß ich muß scheiden. verfasser unbekannt
Wohlauf die Luft geht frisch und rein
Wohlauf die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt, muß rosten! Den allerschönsten Sonnenschein läßt uns der Himmel kosten. Drum reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, ich will zur schönen Sommerzeit ins Land der Franken fahren. Valleri, vallera, valleri vallera, ins Land der Franken fahren. * Der Wald steht grün, die Jagd geht gut, schwer ist das Korn geraten; sie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Bald hebt sich auch das Herbstens an, die Kelter harrt des Weines; der Winzer Schutzherr Kilian beschert uns etwas Feines. Valleri, vallera... * Wallfahrer ziehn durch das Tal, mit fliegenden Standarten, hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. Wie gerne wär`ich mitgewallt, ihr Pfarr`wollt mich nicht haben! So muß ich seitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben. Valleri, vallera... * Zum heil`gen Veit von Staffelstein komm`ich emporgestiegen und seh`die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen; Von Bamberg bis zum Grabefeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, stromdurchglänzte Au, ich wollt`, mir wüchsen Flügel! Valleri, vallera... * Einsiedelmann ist nicht zu Haus, dieweil es Zeit zu mähen; ich seh`ihn an der Halde draus bei einer Schnitt`rin stehen. Verfahrner Schüler Stoßgebet heißt; Herr, gib uns zu trinken! Doch wer bei der schönen Schnitt`rin steht, dem mag man lange winken. Valleri, vallera * Einsiedel, das war mißgetan, daß du dich hubst von hinnen! Es liegt, ich seh`s dem Keller an, ein guter Jahrgang drinnen. Hoiho! Die Pforten brech ich ein und trinke, was ich finde. Du heiliger Veit von Staffelstein, verzeih`mir Durst und Sünde! Valleri, vallera...
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde
Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, Vor meinem Vaterhaus steht eine Bank Und wenn ich sie einst wiederfinde, Dann bleib ich dort mein Leben lang. Dann wird die Linde wieder rauschen, Das oft in Träumen heimwärts zieht! Ihr liebes, altes Heimatlied. Mein ganzes Herz wird ihr dann lauschen Wer weiß, wer weiß, wann dies geschieht? In dieser fremden, großen Stadt, In diesem Meer aus Stein, Da grüßt dich kaum ein Blütenblatt Mit süßvertrautem Schein! * Vor meinem Vaterhaus, das steh`n drei Rosen, Die hat gehegt, gepflegt mein Mütterlein. Doch jetzt zur Zeit der Herbstzeitlosen, Da werden sie verwelkt schon sein! Doch wenn ich komm`, dann blüh`n sie wieder, Wenn sie mein Sehnen blühen sieht, Dann knie ich vor den Rosen nieder Wo ich als Kind so gern gekniet Dann knie ich vor den Rosen nieder Wer weiß, wer weiß, wann dies geschieht? * In dieser dieser fremden großen Stadt, Sind stolze Brunnen viel, Doch alle rauschen müd und matt Trotz ihrem bunten Spiel! Vor meinem Vaterhaus, da steht ein Brunnen, Sein Wasser rinnt und rauscht so silberhell, Die Mädchen gehn zu diesem Brunnen, Erzählen sich vom Liebsten schnell. Nur eine schweigt zu allen Sachen, Die einst ihr Herz an mich verriet, Doch kehr ich heim, dann wird sie lachen, Und aller Schmerz und Kummer flieht. Doch kehr ich heim, dann wird sie lachen, Wer weiß, wer weiß, wann das geschieht! Robert Stolz 1934
Die güldne Sonne
Die güldne Sonne, Voll Freud und Wonne Bringt unsern Grenzen Mit ihrem Glänzen Ein herzerquickendes, Liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, Die lagen darnieder; Aber nun steh ich, Bin munter und fröhlich, Schaue den Himmel Mit meinem Gesicht. * Mein Auge schauet, Was Gott gebauet Zu seinen Ehren Und uns zu lehren, Wie sein Vermögen Sei mächtig und groß Und wo die Frommen Dann sollen hinkommen, Wann sie mit Frieden Von hinnen geschieden Aus dieser Erde Vergänglichem Schoß. * Laßet uns singen, Dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; Alles sei Gottes Zum Opfer gesetzt! Die besten Güter Sind unsere Gemüter; Lieder der Frommen, Von Herzen gekommen, Sind Weihrauch, der ihn Am meisten ergötzt. * Abend und Morgen Sind seine Sorgen; Segnen und mehren, Unglück verwehren Sind seine Werke Und Taten allein. Wann wir uns legen, So ist er zugegen; Wann wir aufstehen, So läßt er aufgehen Über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
Paul Gerhard
Auf die Morgenröte
Wann die goldne Frühe, neugeboren, Am Olymp mein matter Blick erschaut, Dann erblaß ich, wein und seufze laut: Dort im Glanze wohnt, die ich verloren! * Grauer Tithon! Du empfängst Auroren Froh aufs neu, sobald der Abend taut; Aber ich umarm erst meine Braut An des Schattenlandes schwarzen Toren. * Tithon! Deines Alters Dämmerung Mildert mit dem Strahl der Rosenstirne Deine Gattin, ewig schön und jung. * Aber mir erloschen die Gestirne, Sank der Tag in öde Finsternis, Als sich Molly dieser Welt entriß. Sonett von Gottfried August Bürger
Wenn ich ein Vöglein wär..
Wenn ich ein Vöglein wär und auch zwei Flügel hätt, flög ich zu dir. Weil`s aber nicht kann sein, bleib`ich allhier. * Bin ich gleich weit von dir, bin ich doch im Traum bei dir und red`mit dir. Wenn ich erwachen tu, bin ich allein. * Es vergeht keine Stund in der Nacht da nicht mein Herz erwacht und an dich denkt, daß du mir viel tausendmal dein Herz geschenkt. aus des Knaben Wunderhorn
Morgentau
Der Frühhauch hat gefächelt Hinweg die schwüle Nacht. Die Flur holdselig lächelt In ihrer Sommerpracht, Mild singt vom dunklen Baume Ein Vöglein in der Früh, Es singt noch halb im Traume Gar süße Melodie. * Die Rosenknospe hebet Empor ihr Köpfchen bang, Denn wundersam durchbebet hat sie der süße Sang; Und mehr und mehr umhüllet Sich ihrer Blätter Füll`, Und eine Träne quillet Hervor so heimlich still. aus einem alten Liederbüchlein verfasser unbekannt
Wo gehst du hin...
Wo gehst du hin, du stolze Rose? Was hab ich dir getan, daß du an mir vorbei gehst, und siehst mich gar nicht an? Seh ich dich kommen, grüß ich dich, du gehst an mir vorbei und dankst mir nicht; es wird die Stunde kommen, wo du noch denkst an mich! * Die Rosen, die im Wald erblühen in frischer Pracht, bald sind sie abgefallen, verblüht über Nacht. Fällt eine Rose in den Staub, so blüht die andere auf am Strauch, und ist es nicht die eine, die andere mir lacht. verfasser unbekannt vertont von Johannes Brahms
Sonntag, 03. September 2006
Wir wollen zu Land ausfahren...
Wir wollen zu Land ausfahren, Über die Fluren weit, Aufwärts zu den klaren Gipfeln Der Einsamkeit. Lauschen woher der Sturmwind braust, Schauen, was hinter den Bergen haust. Und wie die Welt so weit: * Fremde Wasser dort springen, Sie soll`n unser Weiser sein, Froh wir wandern und singen Lieder ins Land hinein. Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt, So sind wir geborgen und schmausen uns satt. Und die Flamme leuchtet darein: * Und wandelt aus tiefem Tale Heimlich und still die Nacht, Und sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht, Dämpfet die Stimme, die Schritte im Wald, So seht ihr und hört ihr manch Zaubergestalt. Die wallt mit uns durch die Nacht: * Es blühet im Walde tief drinnen Die blaue Blume fein; Die Blume zu gewinnen, Ziehn wir in die Welt hinein. Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluß, Und wer die blaue Blume finden will, Der muß ein Wandervogel sein:
Der Text stammt von Hjalmar Kutzleb, die Melodie von Kurt von Burkersroda.
Samstag, 02. September 2006
Wer geht mit Juchhe über See?
Wer geht mit Juchhe über See? Fest das Ruder! Frisch bläst der Wind vom Land Juchhe! Bleib zu Hause im Nest mit dem Rest. Fest das Ruder! Uns drückt die See das Allerbest. Wer was werden will, Ei, der sitzt nicht still. Nein, der wähl`des Seemannskleid, Ihm winkt große Freud! * Bei der Hand für König und Land, Fest das Ruder! Laut klingt es an der Wasserkannt. Euer Aug`vorauf und hinauf! Fest das Ruder! Schnell zieht ein böses Wetter auf. In das Segel geblickt Und vor niemand gebückt, Seemann lenkt sein schwimmend Pferd, An kein Teufel sich kehrt. * Schall`ein laut Juchhe für die See; Fest das Ruder! Jungens von Deutschland ruft Juchhe! Hier ist weites Feld für den Held; Fest das Ruder! Hier zeigt der Mann noch, was er gelt! Unter Seemanns Flaus Ist noch Mut zu Haus, Kampf und Sturm ist ihm ein Spott. Er fürcht`nichts als Gott. verfasser unbekannt
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