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Montag, 21. August 2006
Ali, alo pour Maschero, ali, ali - alo!
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 21:26

Kennt ihr den alten Maschero?

Er macht es so, ja so:

Für ihn das Fleisch, die Knochen für mich,

für ihn den Wein, das Wasser für mich,

Er macht es so, ja so.

*

Kennt ihr den alten Maschero?

Für ihn das Bett, die Dielen für mich.

Für ihn die Ruh, die Schwielen für mich.

Er macht es so, ja so.

*

Kennt ihr den alten Maschero?

Für ihn der Schirm, der Regen für mich.

Für ihn den Ofen, die Kälte für dich.

Er macht es so, ja so.

*

Kennt ihr den alten Maschero?

Für ihn den Fisch, mir bleibt die Haut.

Für ihn die Wurst, für mich das Kraut.

Er macht es so, ja so.

Volksweise aus Belgien

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Abendlied
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 19:02

Warum, ach sag, warum

geht nun die Sonne fort?

Schlaf ein, mein Kind,

und träume sacht,

das kommt wohl von

der dunklen Nacht,

da geht die Sonne fort.

*

Warum, ach sag, warum

wird unsere Stadt so still?

Schlaf ein, mein Kind,

und träume sacht,

das kommt wohl von

der dunklen Nacht,

weil sie dann schlafen will.

*

Warum, ach sag, warum

brennt die Laterne so?

Schlaf ein, mein Kind,

und träume sacht,

das kommt wohl von

der dunklen Nacht,

da brennt sie Licherloh!

*

Warum, ach sag, warum

gehn manche Hand in Hand?

Schlaf ein, mein Kind,

und träume sacht,

das kommt wohl von

der dunklen Nacht,

da geht man Hand in Hand.

*

Warum, ach sag, warum

ist unser Herz so klein?

Schlaf ein, mein Kind

und träume sacht,

das kommt wohl von

der dunklen Nacht,

da sind wir ganz allein.

Wolfgang Borchert

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Sonntag, 13. August 2006
Heil du Westerwald
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 08:08


Heil dir du schöner Westerwald,
dich soll mein Lied besingen.
Daß weit und breit dein Lob erschallt,
daß Berg und Täler klingen.
Die Tannen schlank, die Dörfer klein
Im Schmuck der grünen Felder.
Wie lieb ich dich, du Heimaltland:
Ich bin ein Westerwälder.
*
Du selbst in deiner stillen Pracht
Bist Vorbild deinen Söhnen.
Ob auch die Welt dich schier veracht

Sie rauh und öd`dich höhnen.
Sie wissen nicht, wie schön du bist,
Wie herrlich deine Wälder.
Doch meine Lieb`dich nie vergißt.
Ich bin ein Westerwälder.

Autor unbekannt
zu singen nach der Melodie:
 Wohlauf, die Luft geht frisch und rein!

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Freitag, 11. August 2006
Am Tag als der Regen kam
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 07:46


*
Am Tag als der Regen kam,
lang ersehnt, heiß erfleht-
auf die glühenden Felder,
auf die durstigen Wälder...
Am Tag als der Regen kam,
weit und breit, wundersam-
da erblühen die Bäume,
da erwachen de Träume.
*
Da kamst du!
*
Ich war allein im fremden Land.
Die Sonne hat die Erde verbrannt
überall nur Leid und Einsamkeit
und dann du...ja du...
so weit, so weit!
Doch eines Tags, von Süden her,
da zogen Wolken über das Meer
und als endlich dann der Regen rann
fing auch für mich das Leben an...
*
Am Tag als der Regen kam,
lang ersehnt, heiß erfleht-
auf die glühenden Felder,
auf die durstigen Wälder,
am Tag als der Regen kam,
weit und breit, wundersam -
als die Glocken erklangen,
als von Liebe sie sangen...
Da kamst Du...

Song von Dalida 50 er Jahre



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Donnerstag, 10. August 2006
Nena - 99 Luftballons
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 08:52

Hast Du etwas Zeit für mich

dann singe ich ein Lied für Dich

von 99 Luftballons

Auf ihrem Weg zum Horizont

Denkst Du vielleicht gra`d an mich,

dann singe ich ein Lied für Dich

Von 99 Luftballons

Und daß so was von so was kommt

99 Luftballons

Auf ihrem Weg zum Horizont

Hielt man für Ufos aus dem All

Darum schickte ein General

`ne Fliegerstaffel hinterher

Alarm zu geben, wenn`s so war

Dabei war`n da am Horizont

Nur 99 Luftballons

99 Düsenflieger

Jeder war ein großer Krieger

Hielten sich für Captain Kirk

Das gab ein großes Feuerwerk

Die Nachbarn haben nichts gerafft

Und fühlten sich gleich angemacht

Dabei schoss man am Himmel auf 99 Luftballons

99 Kriegsminister

Streichholz und Benzinkanister

Hielten sich für schlaue Leute,

Witterten schon fette Beute

Riefen; Krieg und wollten Macht

Mann, wer hätte das gedacht

Daß es mal soweit kommt

Wegen 99 Luftballons

99 Jahre Krieg

Ließen keinen Platz für Sieger

Kriegsminister gibt`s nicht mehr

Und auch keine Düsenflieger

Heute zieh ich meine Runden

Seh`s die Welt in Trümmern liegen

Hab`nen Luftballon gefunden

Denk an dich und laß ihn fliegen.

Song von Nena

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Mittwoch, 09. August 2006
Schlaft schön
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 05:52

"Guter Mond

du gehst so stille

Durch die Abendwolken hin.

Deines Schöpfers weiser Wille

Hieß auf jene Bahn dich zieh`n.

Leuchte freundlich jedem Müden

In das stille Kämmerlein

Und dein Schimmer gieße Frieden

Ins bedrängte Herz hinein.

*

Guter Mond, o gieße Frieden

In das arme Menschenherz.

Wende von dem Schmerz hienieden

Uns`re Seele himmelwärts.

Mild und freundlich schaust du nieder

Von des Himmels blauem Zelt,

Und es tönen unsre Lieder

Hell hinauf zum Herrn der Welt.

*

Guter Mond du wandelst leise

An dem blauen Himmelszelt,

Wo dich Gott zu seinem Preise

hat als Leuchte hingestellt

Blicke traulich zu uns nieder

Durch die Nacht aufs Erdenrund.

Als ein treuer Menschenhüter

Tust du Gottes Liebe kund.

*

Guter Mond, du gehst so stille

In den Abendwolken hin,

Bist so ruhig, und ich fühle,

Daß ich ohne Ruhe bin.

Traurig folgen meine Blicke

Deiner stillen, heitern Bahn.

O wie hart ist mein Geschicke,

Daß ich dir nicht folgen kann.

*

Guter Mond, dir will ich`s sagen,

Was mein banges herze kränkt,

Und an wen mit bittren Klagen

Die betrübte Seele denkt!

Guter Mond, du kannst es wissen,

WEil du so verschwiegen bist,

Warum meine Tränen fließen

Und mein Herz so traurig ist.

*

Ach, daß auch in uns`re Herzen

Himmelsruhe zöge ein,

Daß wir immer frei von Schmerzen,

Stets zufrieden möchten sein!

Sanft umströmet uns dein Schimmer,

Klarer milder Mondenschein

Menschenherz, o daß du immer

Wärst wie dieses Licht so rein!"

Karl Englin 1819-1875

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Sonntag, 06. August 2006
Schlaflied
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 22:03

Einmal, wenn ich dich verlier,

wirst du schlafen können, ohne

daß ich wie eine Lindenkrone

mich verflüstere über dir.

*

Ohne daß ich hier wache und

Worte, beinah wie Augenlieder,

auf deine Brüste, auf deine Glieder

niederlege, auf deinen Mund.

+

Ohne daß ich dich verschließ

und dich allein mit Deinem laße.

wie einen Garten mit einer Maße

von Melissen und Stern-Anis.

Rainer Maria Rilke

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